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	<title>HIVNachrichten &#187; Medizin + Forschung</title>
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	<description>Aktuelles zum Thema HIV und AIDS</description>
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		<title>HIV-Infektionen sinken wieder – Zielgruppenprävention wirkt!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 10:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe NRW]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Welt-Aids-Tag wirbt die AIDS-Hilfe NRW für Akzeptanz und Normalisierung 
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist rückläufig. Nachdem sie von 2001 bis 2007 angestiegen war, nimmt sie nun wieder ab. Bis Ende des Jahres 2011 werden sich in NRW voraussichtlich 650 Menschen mit HIV infiziert haben. Dies teilte das Berliner Robert Koch Institut (RKI) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Welt-Aids-Tag wirbt die AIDS-Hilfe NRW für Akzeptanz und Normalisierung </strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1344" href="http://www.hivnachrichten.de/2011/12/hiv-infektionen-sinken-wieder-%e2%80%93-zielgruppenpravention-wirkt/logoahnrw/"><img class="alignleft size-full wp-image-1344" title="LogoAHNRW" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2011/12/LogoAHNRW.jpg" alt="" width="300" height="95" /></a>Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist rückläufig. Nachdem sie von 2001 bis 2007 angestiegen war, nimmt sie nun wieder ab. Bis Ende des Jahres 2011 werden sich in NRW voraussichtlich 650 Menschen mit HIV infiziert haben. Dies teilte das Berliner Robert Koch Institut (RKI) im Vorfeld des Welt-Aids-Tags mit. „Wir freuen uns, dass die statistischen Erhebungen unsere Einschätzung belegt, dass die Präventionsanstrengungen der Aidshilfen und ihrer Partner auf einem guten Weg sind“, sagte Patrik Maas, Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW. „Der Anstieg in den letzten Jahren ging einher mit dem Ausbau unserer Beratungs- und Testangebote, die gerade von schwulen Männern in Anspruch genommen wurden“, erklärte Maas. Fast Dreiviertel der Neuinfektionen in NRW (72 %) fallen auf die Gruppe der Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben. „Daher wird die AIDS-Hilfe NRW vor allem ihre Herzenslust-Kampagne fortsetzen, um weiterhin schwule Männer zu befähigen, eigenverantwortlich mit ihrer Sexualität umzugehen“, erläuterte Maas</p>
<p>Daneben gilt es aber auch, Menschen mit HIV noch besser als bisher zu erreichen. Insge-samt lebten noch nie so viele Menschen mit HIV in Nordrhein-Westfalen wie heute, laut RKI sind es etwa 17.500. Patrik Maas: „Das Leben mit HIV hat sich im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Durch die wirkungsvollen Therapien leben HIV-Positive heute län-ger, was sei andererseits vor neue Herausforderungen stellt. Stigmatisierung und Diskriminierung sind nach wie vor keine Seltenheit.“ Darauf macht auch die aktuelle Welt-Aids-Tags-Kampagne aufmerksam. HIV-infizierte Menschen tragen als Botschafterinnen und Botschafter auf Plakaten und Flyern das Thema Aids in die Öffentlichkeit und berichten über ihr Leben mit dem Virus. „HIV-Positive in Therapie sind faktisch nicht mehr infektiös. Dass eine erfolgreiche antiretrovirale Therapie demnach inzwischen mindestens ge-nauso zuverlässig vor der †bertragung von HIV schützt wie Kondome, stellt die Aidshilfen vor neue Herausforderungen in der Prävention und Beratung“, erklärte Patrik Maas.</p>
<p>Ein weiterer Schritt der Integration von Menschen mit HIV muss die Entkriminalisierung der HIV-†bertragung sein. Die Strafverfolgung ist kein angemessenes Instrument der Infektionsvermeidung. Darauf wies jetzt auch POSITHIV HANDELN, die Landesarbeitsge-meinschaft der Menschen mit HIV in NRW, in diesem Zusammenhang hin. „Suchstrategien und Isolierung haben noch nie geholfen, vor HIV zu schützen. Sie suggerieren eine falsche Sicherheit für die Nichtinfizierten und halten gerade die vom HIV-Test ab, die ein relevantes Infektionsrisiko haben“, ergänzte Maas.</p>
<p>Die steigende Zahl an Menschen mit HIV veranlasst die AIDS-Hilfe NRW, zukünftig mehr in die Arbeit mit Positiven und für sie zu investieren. „Immer mehr Menschen mit HIV benötigen immer mehr Unterstützung und Beratung“, sagte Maas. „Wir wollen, dass sie sich direkt an die Aidshilfen wenden, hier Unterstützung finden, aber auch mitarbeiten. Ich bin optimistisch, dass Positiven-Selbsthilfe und Aidshilfe zukünftig noch enger zusammen arbeiten, um mehr Akzeptanz und Normalisierung für Menschen mit HIV in NRW zu erreichen.&#8221;</p>
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		<title>Rilpivirin (Edurant®) als neue Therapieoption für HIV-Patienten zugelassen</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2011/12/rilpivirin-edurant%c2%ae-als-neue-therapieoption-fur-hiv-patienten-zugelassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ECHO]]></category>
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		<description><![CDATA[Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am 29. November 2011 für Edurant® (Rilpivirin) die Zulassung erteilt. Der Nicht-Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) ist zur einmal täglichen Behandlung in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln (ARVs) bei nicht vorbehandelten erwachsenen HIV-1-Patienten mit einer Viruslast &#60;=100.000 RNA Kopien/ml indiziert.Die Marktzulassung von Rilpivirin beruht auf den 48-Wochen-Analysen von ECHO und THRIVE, zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am 29. November 2011 für Edurant® (Rilpivirin) die Zulassung erteilt. Der Nicht-Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) ist zur einmal täglichen Behandlung in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln (ARVs) bei nicht vorbehandelten erwachsenen HIV-1-Patienten mit einer Viruslast &lt;=100.000 RNA Kopien/ml indiziert.Die Marktzulassung von Rilpivirin beruht auf den 48-Wochen-Analysen von ECHO und THRIVE, zwei randomisierten, doppelblinden, aktiv kontrollierten, globalen klinischen Studien der Phase III. Bei mehr als 1.350 nicht vorbehandelten HIV-1-Patienten in über 20 Ländern wurde die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Rilpivirin im Vergleich zu Efavirenz untersucht.</p>
<p>Nach Darunavir und Etravirin ist Rilpivirin das dritte antiretrovirale Arzneimittel, das Janssen innerhalb von fünf Jahren zur Behandlung von Patienten mit HIV auf den Markt gebracht hat. Es ist voraussichtlich ab Anfang 2012 im deutschen Markt verfügbar.</p>
<p>Rilpivirin ist auch in Eviplera® von Gilead Sciences enthalten, einem Kombinationspräparat bestehend aus Emtricitabin 200mg/Rilpivirin 25mg/Tenofovirdisoproxil 245mg zur einmal täglichen Therapie.</p>
<p>Eviplera hat heute ebenfalls von der EMA die Zulassung für die Anwendung bei antiretroviral nicht vorbehandelten HIV-1-Patienten mit einer Viruslast ≤ 100.000 RNA-Kopien/ml erhalten.</p>
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		<title>Eviplera für HIV von Gilead erhält die Zulassung für die EU</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschäftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Eviplera]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Europäische Kommission hat am 29. November 2011 die Marktzulassung für Eviplera® erteilt, ein neues Regime mit einer einzigen einmal täglich verabreichten Tablette zur Behandlung von HIV.
Eviplera kombiniert Truvada® von Gilead, das am häufigsten in Europa verschriebene HIV-Produkt, und Rilpivirin von Tibotec Pharmaceuticals, ein neues HIV-Medikament, das heute auch die Zulassung als Einzelwirkstoff in Europa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Kommission hat am 29. November 2011 die Marktzulassung für Eviplera® erteilt, ein neues Regime mit einer einzigen einmal täglich verabreichten Tablette zur Behandlung von HIV.</p>
<p>Eviplera kombiniert Truvada® von Gilead, das am häufigsten in Europa verschriebene HIV-Produkt, und Rilpivirin von Tibotec Pharmaceuticals, ein neues HIV-Medikament, das heute auch die Zulassung als Einzelwirkstoff in Europa erhalten hat, und es handelt sich um das erste neue antiretrovirale Medikament, das seit 3 Jahren in der EU zugelassen wird. Gilead leitet die Kommerzialisierung von Eviplera in der EU.</p>
<p>Das einzige weitere derzeit erhältliche Regime mit einer einzelnen Tablette, Atripla®, wurde 2007 in der EU zugelassen und ist jetzt das am häufigsten verschriebene HIV-Behandlungsregime in vielen europäischen Ländern. Atripla wird ebenfalls von Gilead vermarktet, und zwar in Partnerschaft mit Bristol-Myers Squibb und Merck &amp; Co.</p>
<p>Eviplera wird ab Anfang 2012 in allen 27 Ländern der Europäischen Union erhältlich sein.</p>
<p>Eviplera kombiniert Truvada® von Gilead, das am häufigsten in Europa verschriebene HIV-Produkt, und Rilpivirin von Tibotec Pharmaceuticals, ein neues HIV-Medikament, das heute auch die Zulassung als Einzelwirkstoff in Europa erhalten hat, und es handelt sich um das erste neue antiretrovirale Medikament, das seit 3 Jahren in der EU zugelassen wird. Gilead leitet die Kommerzialisierung von Eviplera in der EU.</p>
<p>Das einzige weitere derzeit erhältliche Regime mit einer einzelnen Tablette, Atripla®, wurde 2007 in der EU zugelassen und ist jetzt das am häufigsten verschriebene HIV-Behandlungsregime in vielen europäischen Ländern. Atripla wird ebenfalls von Gilead vermarktet, und zwar in Partnerschaft mit Bristol-Myers Squibb und Merck &amp; Co.</p>
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		<title>DAH: Betrug mit HIV-Medikamenten darf nicht die medizinische Versorgung von Menschen mit HIV gefährden!</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 15:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Ausstrahlung des NDR-Berichtes über den &#8220;Millionenbetrug&#8221; mit HIV-Medikamenten verurteilt auch die Deutsche AIDS-Hilfe die illegalen  Geschäfte aufs Schärfste. &#8220;Wenn tatsächlich Medikamente aus dem südlichen Afrika auf den deutschen  Markt gelangt sind, zeugt das von hoher krimineller Energie der  Täter. Es muss nun darum gehen, den Schaden für die Versorgung von  Menschen mit HIV so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Ausstrahlung des NDR-Berichtes über den &#8220;Millionenbetrug&#8221; mit HIV-Medikamenten verurteilt auch die Deutsche AIDS-Hilfe die illegalen  Geschäfte aufs Schärfste. &#8220;Wenn tatsächlich Medikamente aus dem südlichen Afrika auf den deutschen  Markt gelangt sind, zeugt das von hoher krimineller Energie der  Täter. Es muss nun darum gehen, den Schaden für die Versorgung von  Menschen mit HIV so gering wie möglich zu halten!&#8221;  so Winfried Holz vom DAH-Vorstand.<br />
Die Medikamente wurden Menschen mit HIV, die sie dringend benötigen, vorenthalten. Daraus ist möglicherweise eine Gefahr für  ihre Gesundheit und ihr Leben erwachsen. Menschen mit HIV in  Deutschland, die neu verpackte, rückimportierte Medikamente  eingenommen haben könnten, werden durch den Betrug verunsichert.<br />
Hinzu kommt: Pharmaunternehmen haben die Möglichkeit illegaler  Re-Importe in den letzten Jahren immer wieder als Argument gegen die  verbilligte Abgabe ihrer Präparate für ärmere Länder genutzt. Es  besteht nun die Gefahr, dass die Vorbehalte wieder wachsen. Die  Versorgung von HIV-Positiven mit Medikamenten könnte dadurch noch  schlechter werden.<br />
DAH-Vorstand Winfried Holz weiter: &#8220;Aus dem Skandal lässt sich etwas lernen: Wenn Pharmafirmen ihre Präparate für die Produktion von Generika freigeben, sind illegale Reimporte dieser Medikamente nicht  möglich. Das gleiche gilt, wenn die Firmen in ärmeren Ländern ihr  Produkt selbst unter anderem Namen und mit anderem Design auf den  Markt bringen. Von diesen Möglichkeiten sollten Pharmafirmen noch  stärker Gebrauch machen! Außerdem: Es ist kein Zufall, dass die  Medikamente in Deutschland auf den Markt gebracht wurden. Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Medikamentenpreisen weltweit.  Die völlig überzogenen Preise bedeuten für die Betrüger besonders  hohe Gewinne. Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert eine Senkung der Preise für HIV-Medikamente in Deutschland. Das würde auch den Betrug mit  Rückimporten unattraktiver machen.&#8221;     Das Ziel muss weiterhin sein, dass alle Menschen mit HIV weltweit, die Medikamente benötigen, sie auch bekommen. Bislang erhält nur etwa ein Drittel der Therapiebedürftigen weltweit eine entsprechende  Medikation. (Im Jahr 2009 waren es nach Angaben von UNAIDS 5,25  Millionen Menschen, wobei 14,6 Millionen eine Therapie benötigt  hätten.)<br />
Eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen mit HIV in  Deutschland besteht durch den vorliegenden Betrug nach Einschätzung  der Deutschen AIDS-Hilfe wahrscheinlich nicht. So lange tatsächlich  Originalpräparate in den Verkauf gekommen sind, dürften sie  unvermindert wirksam sein. (Eine Ausnahme könnte theoretisch das  Medikament Norvir®/Ritonavir bilden, sollte die Kühlkette  unterbrochen worden sein.)<br />
Wer befürchtet, entsprechende Medikamente erhalten zu haben,  sollte seinen Apotheker auf diesen Verdacht ansprechen.</p>
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		<title>Betrugsfall mit HIV-Medikamenten &#8211; Bundesministerium kündigt Regelungen an</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 14:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen besonders gravierenden Betrugsfall nennt der Gesundheitsexperte der SPD- Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, die  Berichte über einen bundesweiten Millionenbetrug mit gefälschten  HIV-Medikamenten. &#8220;Ich weiß nicht, was man viel Schlimmeres an Betrug auf dem Pharmamarkt machen kann. Wenn ich Einkommensschwachen, die in Entwicklungsländern aidserkrankt sind, die Medikamente wegstehle, um  sie hier teurer zu verkaufen &#8211; viel schlimmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen besonders gravierenden Betrugsfall nennt der Gesundheitsexperte der SPD- Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, die  Berichte über einen bundesweiten Millionenbetrug mit gefälschten  HIV-Medikamenten. &#8220;Ich weiß nicht, was man viel Schlimmeres an Betrug auf dem Pharmamarkt machen kann. Wenn ich Einkommensschwachen, die in Entwicklungsländern aidserkrankt sind, die Medikamente wegstehle, um  sie hier teurer zu verkaufen &#8211; viel schlimmer kann man kaum  vorgehen&#8221;, so Lauterbach. Auch das Bundesgesundheitsministerium nimmt den Vorgang sehr ernst. Eine Sprecherin sagte dem Radioprogramm NDR  Info, das Ministerium habe bereits vor Jahren Regelungen geschaffen,  um Betrug zu verhindern, weitere würden folgen. An der vor wenigen  Tagen von der Europäischen Union beschlossenen Fälschungsrichtlinie  habe das Ministerium tatkräftig mitgearbeitet. Dadurch könnten  künftig einzelne Arzneimittel bei der Abgabe in der Apotheke  identifiziert werden.<br />
Nach Recherchen von NDR Info ermitteln bundesweit mehrere  Staatsanwaltschaften und das Bundeskriminalamt gegen  Pharma-Großhändler aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz, die  HIV-Medikamente auf dem deutschen Markt zu extrem hohen Preisen  weiterverkauft haben sollen. Die Medikamente waren offenbar  subventioniert und ursprünglich für Patienten in Südafrika  vorgesehen. Sie kamen über Belgien und die Schweiz nach Deutschland.</p>
<p>Die AOK Niedersachsen geht von einem Schaden allein für die  Krankenkassen in zweistelliger Millionenhöhe aus. Die gefälschten  HIV-Medikamente hatten in Deutschland keine Zulassung. Da gefälschte  HIV-Präparate an Patienten in Deutschland verkauft wurden, kündigte  AOK-Sprecher Giebel an, Schadenersatz in voller Höhe von den  Apothekern zu fordern. Nachdem der mögliche Betrug aufgefallen war,  zogen mehrere Pharmakonzerne die betroffenen Chargen aus  Sicherheitsgründen zurück. Dabei stellte sich heraus, dass  Umverpackung, Blister und Beipackzettel gefälscht waren. Der  Wirkstoff selbst war hingegen original. Ob die Kühlkette unterbrochen wurde oder das Haltbarkeitsdatum überschritten war, wird in einigen  Fällen noch überprüft.<br />
Sollten sich die Vorwürfe gegen die beschuldigten  Pharma-Großhändler bestätigten, hält der SPD-Politiker Lauterbach  Haftstrafen für mehr als angebracht. Rüdiger Meienburg, leitender  Oberstaatsanwalt in Flensburg sagte, dass auf gewerbsmäßigen Betrug  im Arzneimittelbereich Haftstrafen zwischen drei Monaten und zehn  Jahren liegen. Er kündigte bei NDR Info an, Rechtshilfeersuchen an  die betroffenen Länder zu stellen. Die Ermittlungen werden noch  Monate dauern, dabei wird auch die Frage ein Rolle spielen, welche  Medikamente die HIV-Patienten in Südafrika bekommen haben, oder ob  sie möglicherweise Präparate mit weniger Wirkstoff erhalten haben. (NDR/ots)</p>
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		</item>
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		<title>NDR Info: Millionenbetrug mit gefälschten HIV-Medikamenten &#8211; BKA und Staatsanwaltschaften ermitteln</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 14:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Betrug mit HIV-Deikamenten]]></category>
		<category><![CDATA[NDR Info.]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehrere Staatsanwaltschaften und das Bundeskriminalamt sind nach Recherchen von NDR Info einem bundesweiten Millionenbetrug mit gefälschten HIV-Medikamenten auf der Spur. Die Fahnder ermitteln gegen verschiedene Pharmagroßhändler. Sie sollen u. a. für Patienten in Afrika vorgesehene, subventionierte Präparate in großen Mengen umverpackt, illegal nach Deutschland gebracht und hier mit extrem hohen Gewinnen verkauft haben. &#8220;Da mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Staatsanwaltschaften und das Bundeskriminalamt sind nach Recherchen von NDR Info einem bundesweiten Millionenbetrug mit gefälschten HIV-Medikamenten auf der Spur. Die Fahnder ermitteln gegen verschiedene Pharmagroßhändler. Sie sollen u. a. für Patienten in Afrika vorgesehene, subventionierte Präparate in großen Mengen umverpackt, illegal nach Deutschland gebracht und hier mit extrem hohen Gewinnen verkauft haben. &#8220;Da mit Südafrika, der Schweiz und Belgien auch andere Länder beteiligt sind, zählt dieses Verfahren sicher zu unseren größten&#8221;, sagte der leitende Oberstaatsanwalt in Flensburg, Rüdiger Meienburg. Der finanzielle Schaden liegt nach Schätzungen mindestens im zweistelligen Millionenbereich. Die Beschuldigten aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz streiten die Vorwürfe ab bzw. wollen sich nicht äußern.<br />
Nach Recherchen von NDR Info wurden die HIV-Präparate zum Teil als sogenannte Bulkware &#8211; also lose Tabletten in Kisten und Säcken &#8211; illegal aus Südafrika über Belgien und die Schweiz nach Deutschland importiert. Dabei sollen die Beschuldigten die Medikamente mit erheblichen Gewinnen verkauft haben, so die Staatsanwaltschaft Flensburg. Nach Informationen des Senders lag der Umsatz von allein einem Beschuldigten bei rund sechs Millionen Euro. Neben der Staatsanwaltschaft Flensburg ermitteln auch die Behörden in Trier und Lübeck gegen Pharmagroßhändler. Die Beschuldigten sollen in ähnlichen Fällen gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg drohen den mutmaßlichen Tätern wegen gewerbsmäßigen Betrugs zwischen drei Monaten und zehn Jahren Haft. Das Bundeskriminalamt ist ebenfalls in die Ermittlungen eingebunden.<br />
Die AOK Niedersachsen schätzt, dass der finanzielle Schaden allein für die Krankenkassen mindestens im zweistelligen Millionenbereich liegt, da die Täter die gefälschten Produkte zu regulären Preisen bei den Kassen abgerechnet haben sollen. &#8220;Die Medikamente waren von Hilfsorganisationen für die Behandlung von HIV- Patienten in Südafrika vorgesehen. Die Großhändler haben die Präparate nach Deutschland geholt, obwohl sie hier nicht zugelassen waren&#8221;, sagte der Sprecher der niedersächsischen AOK, Oliver Giebel, NDR Info. Gerd Glaeske, Pharmaexperte der Universität Bremen, verurteilte den möglichen Betrug aufs Schärfste. &#8220;Hier bereichern sich nicht nur Großhändler mit krimineller Energie, sondern hier werden auch Menschen geschädigt, denen diese Medikamente vorenthalten werden, und das ist besonders verwerflich.&#8221;<br />
Aufgeflogen war der mutmaßliche Betrug im August 2009 in einer Delmenhorster Apotheke. Dort war einem HIV-Patienten aufgefallen, dass sich in einem unbeschädigten Blister &#8211; also der Sichtverpackung eines Medikaments &#8211; keine Tabletten befanden. Bei anschließenden Untersuchungen des Medikaments durch den Münchener Hersteller GlaxoSmithKline stellte sich heraus, dass sowohl die Umverpackung als auch der Beipackzettel und der Blister gefälscht waren. Der Konzern rief daraufhin sicherheitshalber die betreffende Charge zurück. Auch der Hersteller Boehringer-Ingelheim musste 2009 und 2010 in einem ähnlichen Fall mehrere Chargen eines HIV-Medikaments zurückrufen.<br />
Nach jetzigem Stand war die Wirksamkeit der Medikamente nicht beeinträchtigt. Allerdings gibt es nach wie vor Untersuchungen, ob die Präparate zum Beispiel durch eine Unterbrechung der Kühlkette Schaden genommen haben. Möglicherweise war auch das Haltbarkeitsdatum überschritten. Viele Pharmakonzerne stellen Entwicklungsländern ihre HIV-Medikamente, meist über Hilfsorganisationen, günstig zur Verfügung. So wollen sie u. a. verhindern, dass Fälscher den Patentschutz umgehen.</p>
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		<title>Gesteigertes Fraktur-Risiko bei HIV-Positiven</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/07/gesteigertes-fraktur-risiko-bei-hiv-positiven/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 08:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Fraktur]]></category>
		<category><![CDATA[Fraktur-Risiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Resultate einer US-Amerikanischen Studie lassen vermuten, dass das Risiko für Knochenbrüche bei HIV-Positiven höher ist als in der Allgemeinbevölkerung.
Dr. Christiane Dao vom CDC in Atlanta und Kollegen analysierten diesbezügliche Daten von 8.456 HIV-Patienten aus 10 Kliniken, die mit den Entlassungsdaten der amerikanischen Krankenhäuser (National Hospital Discharge Survey (NDHS)) verglichen wurden.   Während des Beobachtungszeitraums von 4,8 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/Frakturen.jpg" rel="lightbox[1164]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1165" title="Frakturen" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/Frakturen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Resultate einer US-Amerikanischen Studie lassen vermuten, dass das Risiko für Knochenbrüche bei HIV-Positiven höher ist als in der Allgemeinbevölkerung.<br />
Dr. Christiane Dao vom CDC in Atlanta und Kollegen analysierten diesbezügliche Daten von 8.456 HIV-Patienten aus 10 Kliniken, die mit den Entlassungsdaten der amerikanischen Krankenhäuser (National Hospital Discharge Survey (NDHS)) verglichen wurden.   Während des Beobachtungszeitraums von 4,8 Jahren erlitten 276 HIV-Patienten einen Knochenbruch. Unter den 25-54 Jährigen hat sich die Rate der Knochenbrüche seit 2002 weitgehend stabilisiert, nachdem sie seit 1994 angestiegen war. Sie liegt für diese Altersgruppe seitdem um den Faktor 4,3 über derjenigen der Durchschnittsbevölkerung. Der Anteil der Knochenbrüche, die die Extremitäten betreffen, liegt der Studie zu Folge bei HIV-Patienten im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung niedriger (34,2% vs. 40,4%). HIV-Infizierte brechen sich demnach häufiger andere Knochen. Insbesondere die Rippen sind bei HIV-Patienten deutlich häufiger von Brüchen betroffen als bei HIV-negativen Personen. Rückenwirbel und Becken sind bei beiden Gruppen etwa gleich häufig betroffen. Seltener als die Vergleichsgruppe erleiden HIV-Infizierte Schädelbrüche.   Die Forscher konnten Risikofaktoren für das erhöhte Risiko für Knochenbrüche bei HIV-Infizierten ermitteln. So haben Patienten mit einer Hepatitis C-Koinfektion oder Diabetes ein höheres Risiko (HR=1,61). Daneben kann sich der Nadir der CD4-Zellzahl ungünstig auswirken, sofern dieser unterhalb von 200 Zellen/mm³ lag (HR=1,60). Zudem haben HIV-Patienten, die Drogen konsumieren, der Studie zu Folge ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (HR=1,52).   Die Wissenschaftler empfehlen HIV-Infizierte auf ihr erhöhtes Knochenbruchrisiko hinzuweisen. (HIV-info)</p>
<p>Abstract:<a href="http://www.retroconference.org/2010/Abstracts/37582.htm" target="_blank"> CROI 2010, Abstract #128</a></p>
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		<title>Ausrottung der Pocken förderte HIV-Ausbreitung</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 08:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Ausbreitung]]></category>
		<category><![CDATA[Pocken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die weltweite Ausrottung der Pocken könnte unbeabsichtigterweise die Ausbreitung von HIV-Infektionen gefördert haben. Wissenschaftler der George Mason University gehen davon aus, dass der Impfstoff, der eingesetzt wurde, um die Pocken zu bekämpfen, einen gewissen Schutz gegen das Aids-Virus geboten hat. Da er jetzt nicht mehr eingesetzt wird, kann sich auch HIV leichter verbreiten.
Tests legen nahe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1161" class="wp-caption alignleft" style="width: 294px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/pocken.jpg" rel="lightbox[1160]"><img class="size-full wp-image-1161" title="pocken" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/pocken.jpg" alt="" width="284" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: BMC</p></div>
<p>Die weltweite Ausrottung der Pocken könnte unbeabsichtigterweise die Ausbreitung von HIV-Infektionen gefördert haben. Wissenschaftler der George Mason University gehen davon aus, dass der Impfstoff, der eingesetzt wurde, um die Pocken zu bekämpfen, einen gewissen Schutz gegen das Aids-Virus geboten hat. Da er jetzt nicht mehr eingesetzt wird, kann sich auch HIV leichter verbreiten.</p>
<p>Tests legen nahe, dass die Impfung beeinflusst, wie rasch sich HIV vermehrt. Das Team um Raymond Weinstein schreibt jedoch in BMC Immunology, dass es noch zu früh sei, eine Pockenimpfung zur Bekämpfung von HIV zu empfehlen.</p>
<p>Weinstein erklärte, dass es mehrere mögliche Erklärungen für die rasche Ausbreitung von Aids in Afrika gegeben hat. Dazu gehörten Kriege, die Wiederverwendung von nicht sterilisierten Nadeln und die Kontamination von frühen Chargen des Impfstoffes gegen Kinderlähmung. Alle diese Ansätze wurden entweder verworfen oder erklärten die Pandemie nicht ausreichend.</p>
<p>Er glaubt, dass die Immunisierung gegen Pocken einen guten Erklärungsansatz liefern kann. Die Immunisierung gegen Pocken wurde von den fünfziger Jahren bis zu den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhundert schrittweise zurückgenommen, gefolgt von der weltweiten Ausrottung. Die Wissenschaftler argumentieren, dass sich HIV seit damals exponetiell ausgebreitet hat.</p>
<p>Heute werden nur noch Wissenschaftler und medizinisches Fachpersonal, die mit der Krankheit in Berührung kommen, geimpft. Um einen möglichen Zusammenhang zu finden, wurden die weißen Blutkörperchen von Menschen, die erst kürzlich geimpft worden waren auf ihre Reaktion auf HIV hin untersucht. HIV vermehrte sich in den Blutzellen dieser Menschen deutlich langsamer als bei der nichtgeimpften Kontrollgruppe.</p>
<p>Der Impfstoff schien die Vermehrung des Virus um das Fünffache zu senken. Das Team geht davon aus, dass eine Impfung durch langfristige Veränderungen des Immunsystems einen Schutz gegen HIV bieten kann. (pte)</p>
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		<title>Hoffnung auf Impfstoff gegen HIV</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin + Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Aids-Impfstoff]]></category>
		<category><![CDATA[HLA B57]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-Impfstoff-Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen. Die Teams des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1093" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/HLA-B2705.jpg" rel="lightbox[1092]"><img class="size-medium wp-image-1093" title="HLA-B2705" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/HLA-B2705-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Computerillustration von HLA-B*2705, Stewart-Jones et al. (2005)</p></div>
<p>US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen. Die Teams des Massachusetts Institute of Technology MIT und der Harvard University gehen davon aus, dass jene wenigen Menschen bei denen Aids sehr langsam entsteht, über weiße Blutkörperchen verfügen, die das Virus besser bekämpfen können.<br />
Die in der Fachzeitschrift <a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature08997.html" target="_blank">Nature</a> veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten einen Beitrag zu den internationalen Anstregungen zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Aids leisten. Die Wissenschaftler Arup Chakraborty (MIT) und Bruce Walker (Harvard University) gehen allerdings auch davon aus, dass ein derartiger Impfstoff erst in wenigstens zehn Jahren zu erwarten ist.</p>
<p>Die aktuellen Forschungsergebnisse beziehen sich auf die so genannten Elite- Controller, jene kleine Gruppe von Menschen, die bei einer Infektion nur sehr langsam oder gar nicht an Aids erkranken. In den späten neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde entdeckt, dass diese Menschen &#8211; rund einer von 200 Infizierten &#8211; mit HLA B57 über ein spezifisches Gen verfügen.<br />
Jetzt wurde herausgefunden, dass dieses Gen dem Körper ermöglicht, stärkere Killer-T-Zellen zu bilden. Dieser Typ weißer Blutkörperchen bekämpft Infektionen. Damit scheint es möglich zu sein, das Virus unter Kontrolle zu halten. Diese Menschen sind allerdings auch anfälliger für Autoimmunerkrankungen.</p>
<p>Die aktuelle Studie basiert auf einem Computer-Modell das zeigt, wie Immunzellen sich im Thymus entwickeln. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Forschungsergebnisse einen Einfluss auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes haben können. Denkbar sind Impfstoffe, die die gleiche Reaktion wie HIV bei Menschen mit einer natürlichen Immunität auslösen.<br />
Bruce Walker erklärte gegenüber der BBC, dass es von entscheidender Bedeutung sei zu verstehen, wie manche Menschen das Virus selbst kontrollieren können. Die aktuelle Studie bringe die Forschung diesem Verständnis einen Schritt näher. Arup Chakraborty ergänzte, es handle sich um ein weiteres Stück des Puzzles.<br />
Jason Warriner vom Terrence Higgins Trust berichtete, dass HIV die in Großbritannien am stärksten zunehmende schwere Erkrankung bleibe. 83.000 Menschen seien betroffen, daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass man sich weiterhin mit Kondomen schütze. (pte)</p>
<p>Am 18. Mai ist Weltimpfstofftag</p>
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		<title>Antibiotikum senkt Sterblichkeit um 59 Prozent</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 17:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotikum]]></category>
		<category><![CDATA[Cotrimoxazol]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Sterblichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Chance Zehntausende HIV-Patienten mit einem einfachen und billigen Medikament zu retten, wird laut Wissenschaftlern der MRCouncil Clinical Trials Unit und des Imperial College London Patienten nicht genutzt. Cotrimoxazol würde die Sterbezahlen in den frühen Stadien der Krankheit deutlich senken.
Die in The Lancet veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mortalität um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/MRC.jpg" rel="lightbox[1029]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1056" title="MRC" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/MRC-300x52.jpg" alt="" width="300" height="52" /></a>Die Chance Zehntausende HIV-Patienten mit einem einfachen und billigen Medikament zu retten, wird laut Wissenschaftlern der MRCouncil Clinical Trials Unit und des Imperial College London Patienten nicht genutzt. Cotrimoxazol würde die Sterbezahlen in den frühen Stadien der Krankheit deutlich senken.</p>
<p>Die in The Lancet veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mortalität um die Hälfte reduzieren ließe. Die WHO hat diesen Behandlungsansatz bereits befürwortet. Spezialisten erklärten jedoch laut BBC, dass viele Patienten keinen Zugang zu diesem Medikament haben.</p>
<p>Der Kampf gegen HIV hat sich immer wieder auf antiretrovirale Medikamente konzentriert, die die Lebenserwartung deutlich erhöhen können. Viele Patienten sind in den ersten Wochen nach der Diagnose dem größten Risiko ausgesetzt. Eine Reihe von Infektionen wartete nur darauf, sich das geschwächte Immunsystem zu nutze zu machen. Studien gehen laut BBC davon aus, dass ein Viertel der Patienten, die in den Ländern südlich der Sahara antiretrovirale Medikamente erhalten, innerhalb des ersten Jahres sterben werden.</p>
<p>Würde zusätzlich jenen, deren Immunsysteme am stärksten angegriffen sind, Cotrimoxazol, ein kostengünstiges Antibiotikum, verabreicht, könnten viele dieser Todesfälle verhindert werden. Die aktuelle in Uganda durchgeführte Studie legt nahe, dass eine Reduzierung um 59 Prozent innerhalb der ersten zwölf Wochen und um 44 Prozent zwischen der zwölften und 72. Woche möglich ist.</p>
<p>Die Wissenschaftler erklärten, dass das Antibiotikum an vielen Orten nicht erhältlich ist. Ihre Ergebnisse betonten die Notwenigkeit, dass jene, die für die Medikamenten-Programme zuständig sind, rasch eine Initiative ergreifen. Charles Gilks, der leitende Wissenschaftler, betonte, dass jetzt alle Diskussionen Fragen über die Wirksamkeit der Antibiotika eindeutig beantwortet seien. Zehntausende Leben könnten durch den breiteren Einsatz dieses Medikaments gerettet werden.</p>
<p>Mitautorin Diana Gibb erklärte, dass die Zugänglichkeit deutlich verbessert und das Medikament allen neuen Patienten für die ersten 18 Monate zur Verfügung gestellt werden müsse. Zusätzlich bringt das Medikament einen weiteren entscheidenden Vorteil, es senkte die Malaria-Erkrankungen um ein Viertel. (pte)<br />
Details zur Studie gibt es hier:</p>
<p>http://www.ctu.mrc.ac.uk/research_areas/study_details.aspx?s=51</p>
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