<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>HIVNachrichten &#187; Aktuelles</title>
	<atom:link href="http://www.hivnachrichten.de/category/aktuelles/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.hivnachrichten.de</link>
	<description>Aktuelles zum Thema HIV und AIDS</description>
	<lastBuildDate>Tue, 20 Jul 2010 06:15:30 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Erfolge bei Aids-Gentherapie durch Lentiviren</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/07/neue-erfolge-bei-aids-gentherapie-durch-lentiviren/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/07/neue-erfolge-bei-aids-gentherapie-durch-lentiviren/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 22:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS-Gentherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gentherapie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1121</guid>
		<description><![CDATA[Moderne Behandlungsmethoden haben die Überlebensdauer von HIV-Infizierten in den letzten Jahren zwar deutlich verlängert, eine Heilung der Immunschwächekrankheit Aids gibt es jedoch bis heute nicht, ebenso wenig wie eine Impfung. Forscher in den USA zeigen nun an vier Patienten, wie eine Gentherapie funktionieren könnte.
Die behandelten HIV-Infizierten litten alle an Lymphomen, einer häufigen Krebserkrankung von Aidspatienten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1122" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/DNA_Overview.jpg" rel="lightbox[1121]"><img class="size-medium wp-image-1122" title="DNA_Overview" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/07/DNA_Overview-300x120.jpg" alt="" width="300" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">DNAStruktur created by Michael Ströck</p></div>
<p>Moderne Behandlungsmethoden haben die Überlebensdauer von HIV-Infizierten in den letzten Jahren zwar deutlich verlängert, eine Heilung der Immunschwächekrankheit Aids gibt es jedoch bis heute nicht, ebenso wenig wie eine Impfung. Forscher in den USA zeigen nun an vier Patienten, wie eine Gentherapie funktionieren könnte.</p>
<p>Die behandelten HIV-Infizierten litten alle an Lymphomen, einer häufigen Krebserkrankung von Aidspatienten. Bei den Betroffenen wird meist das Knochenmark durch Chemotherapie zerstört, dann werden zuvor entnommene Blutvorläuferzellen zurücktransplantiert, um das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen.</p>
<p>Diesen Zellvorrat nutzten David DiGiusto und seine Kollegen vom Krebsforschungszentrum City of Hope in Duarte, um in einige hämatopoetische Vorläuferzellen drei Gensequenzen einzuschleusen, deren Produkte nach der Retransplantation vor attackierenden HI-Viren schützen sollen. Als Vektor wählten die Forscher Lentiviren, da sie sich, anders als andere sonst eingesetzte Retroviren, nicht in der Nähe der Steuerregionen von Genen integrieren und so das Risiko von leukämieartigen Folgeerkrankungen verringern, wie sie in anderen gentherapeutischen Studien aufgetreten waren.</p>
<p>Die derart behandelten Patienten zeigten weder direkt nach der Retransplantation noch Monate später schwer wiegende Nebenwirkungen, allerdings auch keine Besserung der Aidserkrankung. DiGiusto und seine Kollegen vermuten, dass auf Grund der Konkurrenz mit nicht veränderten Blutzellen zu wenig HIV-abwehrbereite Vorläuferzellen vorhanden sind, um einen positiven Effekt gegen die Krankheit bewirken zu können.</p>
<p>Entscheidend aber ist, dass die Forscher sogar nach zwei Jahren noch Zellen mit den Genprodukten der eingeschleusten Sequenzen fanden. Offenbar hatten sich die veränderten Zellen also erfolgreich langfristig integriert.</p>
<p>Weitere Studien müssen nun zeigen, wie sich die Funktionsfähigkeit dieser behandelten Zellen auf Dauer erhalten lässt und dass das fremde Erbmaterial bei der Stammzellteilung auch an die Abkömmlinge weitergegeben wird. Außerdem müsste den transgenen Zellen ein gewisser Konkurrenzvorteil gegenüber den normalen Blutvorläuferzellen mitgegeben werden, damit sie sich insbesondere auch bei Patienten durchsetzen könnten, deren Blutbildung im Knochenmark zuvor nicht durch Chemotherapie ausgeschaltet wurde. (af)</p>
<p>DiGiusto, D.L. et al.: RNA-Based Gene Therapy for HIV With Lentiviral Vector-Modified CD34+ Cells in Patients Undergoing Transplantion for AIDS-Related Lymphoma. In: Science Translational Medicine 2, 36ra43, 2010.</p>
<p>www.wissenschaft-online.de/artikel/1036293</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/07/neue-erfolge-bei-aids-gentherapie-durch-lentiviren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hoffnung auf Impfstoff gegen HIV</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/neue-hoffnung-auf-impfstoff-gegen-hiv/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/neue-hoffnung-auf-impfstoff-gegen-hiv/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin + Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Aids-Impfstoff]]></category>
		<category><![CDATA[HLA B57]]></category>
		<category><![CDATA[Welt-Impfstoff-Tag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1092</guid>
		<description><![CDATA[US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen. Die Teams des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1093" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/HLA-B2705.jpg" rel="lightbox[1092]"><img class="size-medium wp-image-1093" title="HLA-B2705" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/HLA-B2705-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Computerillustration von HLA-B*2705, Stewart-Jones et al. (2005)</p></div>
<p>US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen. Die Teams des Massachusetts Institute of Technology MIT und der Harvard University gehen davon aus, dass jene wenigen Menschen bei denen Aids sehr langsam entsteht, über weiße Blutkörperchen verfügen, die das Virus besser bekämpfen können.<br />
Die in der Fachzeitschrift <a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature08997.html" target="_blank">Nature</a> veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten einen Beitrag zu den internationalen Anstregungen zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Aids leisten. Die Wissenschaftler Arup Chakraborty (MIT) und Bruce Walker (Harvard University) gehen allerdings auch davon aus, dass ein derartiger Impfstoff erst in wenigstens zehn Jahren zu erwarten ist.</p>
<p>Die aktuellen Forschungsergebnisse beziehen sich auf die so genannten Elite- Controller, jene kleine Gruppe von Menschen, die bei einer Infektion nur sehr langsam oder gar nicht an Aids erkranken. In den späten neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde entdeckt, dass diese Menschen &#8211; rund einer von 200 Infizierten &#8211; mit HLA B57 über ein spezifisches Gen verfügen.<br />
Jetzt wurde herausgefunden, dass dieses Gen dem Körper ermöglicht, stärkere Killer-T-Zellen zu bilden. Dieser Typ weißer Blutkörperchen bekämpft Infektionen. Damit scheint es möglich zu sein, das Virus unter Kontrolle zu halten. Diese Menschen sind allerdings auch anfälliger für Autoimmunerkrankungen.</p>
<p>Die aktuelle Studie basiert auf einem Computer-Modell das zeigt, wie Immunzellen sich im Thymus entwickeln. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Forschungsergebnisse einen Einfluss auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes haben können. Denkbar sind Impfstoffe, die die gleiche Reaktion wie HIV bei Menschen mit einer natürlichen Immunität auslösen.<br />
Bruce Walker erklärte gegenüber der BBC, dass es von entscheidender Bedeutung sei zu verstehen, wie manche Menschen das Virus selbst kontrollieren können. Die aktuelle Studie bringe die Forschung diesem Verständnis einen Schritt näher. Arup Chakraborty ergänzte, es handle sich um ein weiteres Stück des Puzzles.<br />
Jason Warriner vom Terrence Higgins Trust berichtete, dass HIV die in Großbritannien am stärksten zunehmende schwere Erkrankung bleibe. 83.000 Menschen seien betroffen, daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass man sich weiterhin mit Kondomen schütze. (pte)</p>
<p>Am 18. Mai ist Weltimpfstofftag</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/neue-hoffnung-auf-impfstoff-gegen-hiv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berkley ermittelt gegen Duesberg</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/berkley-ermittelt-gegen-duesberg/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/berkley-ermittelt-gegen-duesberg/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 10:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS-Leugner]]></category>
		<category><![CDATA[Berkley]]></category>
		<category><![CDATA[Duesberg]]></category>
		<category><![CDATA[JAIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Medical Hypothesis]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Duesberg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1084</guid>
		<description><![CDATA[Gegen den AIDS-Leugner Peter Duesberg, der an der Berkley-Universität als Wissenschaftler arbeitet, wird wegen Fehlverhalten ermittelt. Er hatte im Juli 2009 einen als unseriös bewerteten Artikel bei der Zeitschrift Medical Hypothesis  veröffentlicht, der bereits Anfang 2009 bei der Fachzeitschrift Journal for Acquired Immune Deficiency Syndromes (JAIDS) eingereicht und im Juni 2009 abgelehnt worden war.
Die Begründung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1085" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/Peter_Duesberg.jpg" rel="lightbox[1084]"><img class="size-medium wp-image-1085" title="Peter_Duesberg" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/05/Peter_Duesberg-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Duesberg (Q: Wikipedia Commons)</p></div>
<p>Gegen den AIDS-Leugner Peter Duesberg, der an der Berkley-Universität als Wissenschaftler arbeitet, wird wegen Fehlverhalten ermittelt. Er hatte im Juli 2009 einen als unseriös bewerteten Artikel bei der Zeitschrift Medical Hypothesis  veröffentlicht, der bereits Anfang 2009 bei der Fachzeitschrift Journal for Acquired Immune Deficiency Syndromes (JAIDS) eingereicht und im Juni 2009 abgelehnt worden war.<br />
Die Begründung eines Gutachters zur Ablehnung: Es gäbe einen offensichtlichen Interessenkonflikt zwischen Forschung und Wirtschaft, es seien nur Studienergebnisse mit  &#8220;passenden&#8221; Ergebnissen herangezogen worden, viele Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen. &#8220;Dieses Verhalten ist so ungeheuerlich, dass bei Veröffentlichung des Artikels Duesberg und die betreffenden Kollegen angezeigt werden könnten wegen Fehlverhaltens im Amt&#8221;, so der Gutachter. Duesberg ignorierte diese Warnung und reichte den strittigen Artikel im Juli 2009 bei Medical Hypothesis ein, wo er bereits zwei Tage nach Eingang publiziert wurde.</p>
<p>Medical Hypothesis ist die einzige medizinische Fachzeitschrift, die ohne vorherige Prüfung durch Gutachter Artikel veröffentlicht, und wird in Fachkreisen zwiespältig aufgenommen. Auf der einen Seite ist sie die einzige Plattform für unkonventionelle Ideen und Ansätze, auf der anderen Seite bietet sie Tür und Tor für Scharlatanerie. Wenn der Chefredakteur den Beitrag also genehmigt, wird er veröffentlicht.<br />
So geschah es eben auch mit Duesbergs Beitrag, der zahlreiche Proteste an den Herausgeber Elsevier nach sich zog, so dass Elsevier schließlich den Artikels von fünf unabhängigen Gutachtern prüfen ließ. Alle fünf lehnten die Veröffentllichung ab, der Artikel wurde permanent zurückgezogen. Dem Chefredakteur wurde zwar nicht gekündigt, er wude aber vor die Wahl gestellt: Entweder er lässt in Zukunft alle eingereichten Ertikel von Gutachtern prüfen (eine einschneidende Änderung für dieses Magazin, die er nicht unterstützen will) oder er muss gehen.</p>
<p>Duesberg war in den Siebzigern ein renommierter Krebswissenschaftler, der sich seit den Achtzigerjahren mit der AIDS-Forschung beschäftigt und seitdem behauptet, HIV sei nicht der Verursacher von AIDS, sondern Umweltgifte und antiretrovirale Medikamente. Seine Ansichten und Arbeiten haben viele Gegner, werden aber auch unterstützt, zum Beispiel vom früheren südafrikanischen Präsidenten Mbeki. Dieser holte im Jahr 2000  Duesberg und weitere Forscher, die ebenfalls leugnen, dass HIV die Ursache von AIDS ist, in seinen AIDS-Ausschuss. Zu dieser Zeit waren 25 % der Bevölkerung in Südafrika HIV-positiv getestet,  der von Mbeki zusammengestellte AIDS-Beirat verhinderte eine breite Vergabe von antiretroviralen Medikamenten, Präventions- und Behandlungsprogramme wie sie in den Nachbarländern praktiziert wurden Mbeki verlor politisch an Boden, blieb aber bei seiner Ablehung der Medikamente, bis er 2007 gerichtlich dazu gewzungen wurde, die weltweit anerkannten und verwendeten Methoden und Medikamente zuzulassen. Seine Gesundheitsministerin Tshabalala-Msimang riet der Bevölkerung noch nach dem Urteil dazu,  Knoblauch und Kräuter statt Medikamenten zu vertrauen.<br />
Mittlerweil wurden zwei Studien publiziert, die mit demografischen Methoden zu dem Ergebnis kommen, dass aufgrund der Unterversorgung mit  entsprechenden Medikamente in Südafrika in den Jahren 2000 &#8211; 2007 über 330.000 Menschen sterben mussten. Eine dieser Studien wurde im Dezember 2008 für die Harvard-Universität in Boston vom Forscher Max Essex in JAIDS veröffentlicht.   Duesberg versuchte,  die Universität Harvard zur Rücknahme der Studienpublikation zu zwingen;  er  behauptete, Essex besäße Anteile an einem Unternehmen, dass AIDS-Tests herstelle.  Diese Behauptungen erwiesen sich als falsch; Harvard zog die Studie nicht zurück,  Duesberg versuchte daraufhin, Essex`Ergebnisse mit seinem eigenen Artikel Anfang 2009 zu widerlegen.<br />
Einer seiner Co-Autoren ist David Rasnick, der einige Jahre zuvor bei Matthias Rath angestellt war, der Vitaminpräparate gegen AIDS propagiert und verkauft. Hier liegt also der beanstandete Interessenkonflikt. Ein Gutachter bemerkte, Duesberg und seine Co-Autoren verunglimpften wirksame Medikamente und unterstützen Vitaminpräparate, ohne klar auf einen möglichen Interessenkonflikt hinzuweisen, was  eindeutig einen Bruch mit professioneller Ethik darstelle. Rasnick  wies inzwischen daraufhin, dass er angeblich seit 2006 keinen Kontakt zu Mathhias Rath habe. Dennoch steht der Vorwurf des Fehlverhaltens im Raum und wird nun vom Arbeitgeber Duesbergs untersucht.</p>
<p>Duesberg und seine Co-Autoren sollen aber nun auch völlig unwissenschftlich vorgegangen sein: Sie hätten sich quasi die wenigen Rosinen aus dem Topf gepickt, die weitaus größere Anzahl von &#8220;unpassenden&#8221; Ergebnissen und Zahlen ignoriert , so ein Gutachter. Noch schlimmer: sie hätten Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und zu Aussagen zusammengebaut, die den Ergebnissen der zitierten Studien sogar widersprechen.<br />
Duesberg wie auch sein Abeitgeber Berkley wollten sich zu dem Verfahren nicht äußern. Duesberg droht eine Strafe, die von einer schriftichen Rüge bis zur Aberkennung der Fakultätsposition möglich ist.</p>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19619953" target="_blank">WITHDRAWN: HIV-AIDS hypothesis out of touch with South African AIDS &#8211; A new perspective.</a></p>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19186354" target="_blank">Estimating the lost benefits of antiretroviral drug  use in South Africa.</a></p>
<p><a href="http://afraf.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/107/427/157" target="_blank">AIDS and the Scientific Governance of Medicine in Post-Apartheid South Africa</a></p>
<p><a href="http://www.nature.com/news/2010/100504/full/news.2010.210.html?s=news_rss" target="_blank">AIDS Denialist Ignored Scientific Misconduct Warnings</a></p>
<p><a href="http://news.sciencemag.org/scienceinsider/2010/04/exclusive-aids-scientist-investi.html" target="_self">AIDS Scientist Investigated for Misconduct After Complaint</a></p>
<p><a href="http://www.aidstruth.org/features/2010/duesberg-medhyp-ucb" target="_blank">AIDS Denialism, Medical Hypotheses, and The University of  California’s Investigation of Peter Duesberg</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/05/berkley-ermittelt-gegen-duesberg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Trauer um Werner Schroeter</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/trauer-um-werner-schroeter/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/trauer-um-werner-schroeter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 18:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Schroeter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1076</guid>
		<description><![CDATA[Der Filmemacher, Theater- und Opernregisseur Werner Schroeter ist nach langer Krankheit in der Nacht zum 13. April gestorben. 
Seit Mitte der Sechzigerjahre erarbeitete  sich Schroeter eine herausragende Position in der internationalen Filmlandschaft und wurde neben Fassbinder, Herzog und Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des damals aufstrebenden jungen deutschen Kinos.  Auch als Theater- und Opernregisseur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1077" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/WernerSchroeter1.jpg" rel="lightbox[1076]"><img class="size-medium wp-image-1077" title="WernerSchroeter1" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/WernerSchroeter1-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Werner Schroeter (* 7. April 1945 -  † 12. April 2010),  Foto: Teddyawards/Norbert Bach 2009</p></div>
<p><strong>Der Filmemacher, Theater- und Opernregisseur Werner Schroeter ist nach langer Krankheit in der Nacht zum 13. April gestorben. </strong><br />
Seit Mitte der Sechzigerjahre erarbeitete  sich Schroeter eine herausragende Position in der internationalen Filmlandschaft und wurde neben Fassbinder, Herzog und Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des damals aufstrebenden jungen deutschen Kinos.  Auch als Theater- und Opernregisseur machte er sich international einen Namen; zu seinem Werk gehören neben seinen zahlreichen Filmen mehr als 70 Bühneninszenierungen.<br />
Werner Schroeter erhielt in diesem Jahr im Rahmen der Teddyawards während der 60. Berlinale den <strong>&#8220;Special Teddy&#8221; für sein Lebenswerk</strong>. Die Jury zitierte in ihrer Begründung u.a.  die französische Zeitung Libération: &#8220;Schroeter ist der Cocteau unserer Zeit. Das Kino von Werner Schroeter ist reinste Magie, es erfindet eine neue Welt, eine neue Zeit, voller Künstlichkeit und Schönheit. Bilder aus einem Reich des Imaginären, in dem alles erlaubt ist. Magic Werner, Magic Cinema.&#8221;</p>
<p>Das <a href="http://www.schwulesmuseum.de" target="_blank">Schwule Museum</a> in Berlin widmet dem Regisseur anlässlich seines 65. Geburtstages am 7. April die Ausstellung <strong>„Maria, Magdalena und all die andern“ </strong>(24. März bis 28. Juni 2010). Dort liegt seit heute ein Kondolenzbuch aus.</p>
<p>Kurator Wolfgang Theis zur Ausstellung:<br />
Werner Schroeter steht als Filmemacher neben Fassbinder, Herzog oder Wenders als einer  der wichtigsten Exponenten des jungen deutschen Kinos der 70er und 80er Jahre. Ebenso  feierte er als Theater- und Opernregisseur große internationale Erfolge. Dabei kennzeichnet  eine radikale Experimentierfreudigkeit sein Werk ebenso wie eine große, geistige Unabhän-  gigkeit. Für Schroeter waren und sind neben der Oper immer Frauen die stärksten Inspira-  tionsquellen. Die Hommage im  en Museum greift diesen Aspekt seines Schaffens auf  und ehrt den Regisseur, den Menschen, seine Freund_innen und Mitarbeiter_innen.</p>
<div id="attachment_1079" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/Schroeter_Montezuma_1972.jpg" rel="lightbox[1076]"><img class="size-medium wp-image-1079" title="Schroeter_Montezuma_1972" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/Schroeter_Montezuma_1972-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Werner Schroeter und Magdalea Montezuma, Proben zu Emilia Galotti, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 1972, Foto Digne Meller Marcovicz - Deutsche Kinemathek</p></div>
<p>Frauen sind Mittelpunkt in Werner Schroeters Schaffen. Um Frauen dreht sich alles. Frauen  sind seine engsten Mitarbeiter und Vertraute. Frauen begeistern Schroeter. Mit Frauen  entwickelt er seine surrealen Melodramen, seine musikdurchwirkten Collagen. Frauen heben  bei ihm die Geschlechtergrenzen auf: Sie spielen männliche Charaktere pointierter, als das  die wenigen männlichen Wesen in seinen frühen Filmen vermochten. Seine Stars heißen  Carla Aulaulu, Magdalena Montezuma, Christine Kaufmann, Ellen Umlauf, Ingrid Caven -  und später gesellen sich nach den vielen Opernstars, Bulle Ogier und Isabelle Huppert zu  den engen Freundinnen. Alberte Barsacq entwarf seit 1977 fast alle Bühnenbilder und viele  Ausstattungen seiner Filme. <a href="http://www.lespress.de/2010/04/%E2%80%9Eder-androgyne-blick-elfi-mikesch-regie-kamera-fotografie%E2%80%9C/" target="_blank">Elfi Mikesch</a> führte in vier seiner Filme die Kamera und Juliane  Lorenz und Ila von Hasperg arbeiteten für ihn als Cutterinnen. Am Anfang aber stand die  Verehrung für Maria Callas. Schroeter war von ihrer Stimme und Ausstrahlung betört. Er hat  die Diva persönlich kennen gelernt. Sein frühes Werk ist ohne die Callas nicht denkbar. Aber  auch nicht ohne Caterina Valente. Die Tonebene ist bei Werner Schroeter autark, sie  kommentiert und greift beständig in die Bildebene ein, der Ton ist oft asynchron, schwebt als  ironisches Zitat über dem Geschehen. Neben Werken der Hochkultur &#8211; Verdi, Wagner,  Strauss, Rossini &#8211; tritt Triviales: Volksmusik und Schlager, alles wird zu einer neuen Einheit  collagiert. Die Franzosen lieben Schroeters Filme. In Frankreich ist Schroeter das deutsche  Genie.    Beim Experimentalfilmfestival in Knokke lernt Schroeter 1967 Rosa von Praunheim kennen.<br />
Für die nächsten Jahre sind die beiden ein äußerst kreatives Paar, das zusammen Filme  macht, Stars kreiert und für Furore sorgt. Anders als Praunheim, der seine Homosexualität  agitatorisch wendet, versteht sich Schroeter als Künstler, dessen Homosexualität ein  selbstverständlicher Bestandteil seiner Kunst und Persönlichkeit ist. Er fühlt sich nicht  unterdrückt. Seine Homosexualität beschreibt er in Interviews als Chance, sich Frauen  zuzuwenden. Mit Magdalena Montezuma, die sein Werk prägt, arbeitet und lebt Schroeter  bis zu ihrem Krebstod, eng zusammen. Diese künstlerische Symbiose setzte sich auch in  Schroeters Theaterarbeit fort. Sein fulminanter Einstieg in die Theaterkarriere 1972 mit der  streng choreographierten Emilia Galotti am Deutschen Schauspielhaus Hamburg eröffnet  eine lange Reihe von Inszenierungen, die immer für Skandale und Erregungen, aber auch  für Enthusiasmus sorgten. Als Opernregisseur ist er geschätzt, und seine Sänger eilen  herbei, wenn er sie um Mitarbeit bittet.<br />
Fassbinder hat Schroeter verehrt und nach eigener Aussage, viel von ihm gelernt, Nach ihm  haben Daniel Schmid, Ulrike Ottinger, Walter Bockmeyer und vor allem auch Syberberg  Entscheidendes bei Schroeter abgeguckt. Unsere Hommage ehrt den Regisseur, den  Menschen, seine Freunde und Mitarbeiter. Der erste Raum widmet sich dem filmischen  Schaffen, wobei die Diven im Mittelpunkt stehen. Ein kleines Kabinett zeigt die  Zusammenarbeit mit Elfi Mikesch, und im zweiten Raum stehen die Theaterinszenierungen  und das öffentliche Bild Schroeters im Vordergrund. Die Exponate stammen überwiegend  aus der Sammlung Werner Schroeter, die die Deutsche Kinemathek im Jahr 2000 erworben  hat.&#8221;</p>
<p>Austellung im Schwulen Museum, EG (Eingang 1. Hof),<br />
Mehringdamm 61, 10961 Berlin<br />
Öffnungszeiten:  täglich 14-18, Sa 14-19, Di Ruhetag</p>
<p>Regelmäßige Führungen finden mittwochs um 19.00 Uhr statt</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/trauer-um-werner-schroeter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FDA verwarnt Gilead wegen irreführender  Werbung für Aids-Medikament Truvada</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/fda-verwarnt-gilead-wegen-irrefuhrender-werbung-fur-aids-medikament-truvada/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/fda-verwarnt-gilead-wegen-irrefuhrender-werbung-fur-aids-medikament-truvada/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 12:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[FDA-Verwarnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gilead]]></category>
		<category><![CDATA[Truvada]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1069</guid>
		<description><![CDATA[Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde (gleichzeitig auch Behördliche Lebensmittelüberwachung)  FDA (Food and Drug Administration) verwarnte Ende März die Pharmahersteller Gilead, Salis Pharmacuticals und Biogen wegen irreführender Werbung. 
Im Falle von Gilead wurde eine Print-Anzeige beanstandet, in der fälschlich behauptet werde, Truvada sei besser oder effektiver als es die betreffenden Studienergebnisse zeigten.
Insbesondere führten die Fotos einer Frau, die Truvada [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/Truvada_Anzeige.jpg" rel="lightbox[1069]"><img class="alignleft size-medium wp-image-1070" title="Truvada_Anzeige" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/04/Truvada_Anzeige-300x193.jpg" alt="" width="300" height="193" /></a>Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde (gleichzeitig auch Behördliche Lebensmittelüberwachung)  FDA (Food and Drug Administration) verwarnte Ende März die Pharmahersteller Gilead, Salis Pharmacuticals und Biogen wegen irreführender Werbung. </strong><br />
Im Falle von Gilead wurde eine Print-Anzeige beanstandet, in der fälschlich behauptet werde, Truvada sei besser oder effektiver als es die betreffenden Studienergebnisse zeigten.<br />
Insbesondere führten die Fotos einer Frau, die Truvada als Teil ihrer HIV-Therapie einnimmt  in verschiedenen Lebenssiuationen (beim Hochschulabschluss, bei der Arbeit, als verheiratete Frau neben ihrem Mann auf dem Sofa) in die Irre, denn auf jedem der Bilder sehe sie gesund und glücklich aus. Erschwerend hinzu kommen Überschriften/Aussagen wie  &#8220;HIV doesn’t have to change the hopes and dreams I have now.” und “With once a day TRUVADA for my HIV, I can plan for long-term success” sowie die ebenfalls fett gedruckte Aufforderung “Think long term.* Starting now.”<br />
Insgesamt erwecke die Anzeige den Eindruck, dass PatientInnen, die Truvada nehmen, langfristig ein erfolgreiches Leben planen könnten &#8211; ohne Störungen durch eine HIV-Infektion oder Nebenwirkungen des Medikamentes. Insbesondere letztere indirekt implizierte Behauptung ist falsch, denn Truvada habe  erwiesenermaßen Nebenwirkungen, die beeinträchtigend und lebensgefährlich werden können.<br />
Die Anzeige sei zudem irreführend, weil sie die Risiken und Nebenwirkungen, die mit der Einnahme von Truvada einhergehen, zu wenig, zu klein, bzw.  zu unübersichtlich  darstelle, hingegen die positiven Aspekte zu plakativ und vordergründig herausstelle.<br />
Die Truvada &#8211; Anzeige verstoße somit gegen den &#8220;Federal Food, Drug and Cosmetic Act (the Act), 21 U.S.C. 352(n) &amp; 321(n)&#8221; und sei sofort zu stoppen.</p>
<p>Eine Sprecherin von Gilead sage gegegnüber der Nachrichtenagentur Reuters, man nehme die Warnung ernst und würde  der FDA umgehend antworten.</p>
<p>Den Brief der FDA gibt es hier als PDF:<br />
<a href="http://www.fda.gov/downloads/Drugs/GuidanceComplianceRegulatoryInformation/EnforcementActivitiesbyFDA/WarningLettersandNoticeofViolationLetterstoPharmaceuticalCompanies/UCM207683.pdf" target="_blank">http://www.fda.gov/downloads/Drugs/GuidanceComplianceRegulatoryInformation/EnforcementActivitiesbyFDA/WarningLettersandNoticeofViolationLetterstoPharmaceuticalCompanies/UCM207683.pdf</a></p>
<p>Das Anzeigenmotiv als PDF gibt es hier:<br />
<a href="http://www.fda.gov/downloads/Drugs/GuidanceComplianceRegulatoryInformation/EnforcementActivitiesbyFDA/WarningLettersandNoticeofViolationLetterstoPharmaceuticalCompanies/UCM207684.pdf" target="_blank">http://www.fda.gov/downloads/Drugs/GuidanceComplianceRegulatoryInformation/EnforcementActivitiesbyFDA/WarningLettersandNoticeofViolationLetterstoPharmaceuticalCompanies/UCM207684.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/04/fda-verwarnt-gilead-wegen-irrefuhrender-werbung-fur-aids-medikament-truvada/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hoffnung auf neue Therapieansätze</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/03/hoffnung-auf-neue-therapieansatze/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/03/hoffnung-auf-neue-therapieansatze/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 19:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Aids-Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Aids-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tetherin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1010</guid>
		<description><![CDATA[MHH-Forscher klären, welche Wirtszellproteine Freisetzung von Aids-Erregern blockieren
Humane Immundefizienz-Viren (HIV) befallen das Immunsystem, um sich im menschlichen Körper zu vermehren. Sie schleusen ihr Erbgut in die Immunzellen ein und bringen sie dazu, sowohl das Erbgut des Aids-Erregers zu vervielfältigen als auch die Virushülle zu produzieren. So können die neu gebildeten Viren die Wirtszelle verlassen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1011" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/03/behrenspoehlmak.jpg" rel="lightbox[1010]"><img class="size-medium wp-image-1011" title="behrenspoehlmak" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/03/behrenspoehlmak-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Professor Behrens (links) und Professor Pöhlmann (Foto:MHH/Kremmin)</p></div>
<p><strong>MHH-Forscher klären, welche Wirtszellproteine Freisetzung von Aids-Erregern blockieren</strong><br />
Humane Immundefizienz-Viren (HIV) befallen das Immunsystem, um sich im menschlichen Körper zu vermehren. Sie schleusen ihr Erbgut in die Immunzellen ein und bringen sie dazu, sowohl das Erbgut des Aids-Erregers zu vervielfältigen als auch die Virushülle zu produzieren. So können die neu gebildeten Viren die Wirtszelle verlassen &#8211; der Aids-Erreger ist freigesetzt. Bisher wurden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zwei Proteine beschrieben, die in der menschlichen Zelle diesem Prozess entgegenwirken: Sowohl dem so genannten Tetherin als auch dem &#8216;calcium-modulating cyclophilin ligand&#8217; (CAML) wurden antivirale Wirkungen zugeschrieben. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Professor Dr. Stefan Pöhlmann, Institut für Virologie, und Professor Dr. Georg Behrens, Klinik für Immunologie und Rheumatologie, überprüften gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Ulm diese Annahme. Sie fanden heraus, dass das Protein Tetherin die Freisetzung des AIDS-Erregers aus infizierten Zellen blockiert, CAML aber keinen Einfluss auf die HIV-Freisetzung hat. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine. Erstautorin ist Annika Kühl vom MHH-Institut für Virologie und der Klinik für Immunologie und Rheumatologie.</p>
<p>&#8220;Das gesicherte Wissen darum, welches Protein die Ablösung neuer Viren von infizierten Zellen bremsen kann, bietet einen wichtigen Ansatzpunkt für zukünftige Therapien gegen AIDS&#8221;, sagt Professor Pöhlmann. Die Arbeiten der Forscher wurden von der Deutschen AIDS Gesellschaft und dem PhD-Programm &#8220;Molekulare Medizin&#8221; der MHH gefördert.</p>
<p>(PRessemeldung Medizinische Hochschule Hannover)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/03/hoffnung-auf-neue-therapieansatze/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Antiretrovirale Therapie kann Aids-Ausbreitung in fünf Jahren stoppen</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/antiretrovirale-therapie-kann-aids-ausbreitung-in-funf-jahren-stoppen/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/antiretrovirale-therapie-kann-aids-ausbreitung-in-funf-jahren-stoppen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 10:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urlu1306</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1006</guid>
		<description><![CDATA[ 

Antiretrovirale Medikamente und allgemeine Tests könnten die Ausbreitung von Aids in Südafrika innerhalb von fünf Jahren stoppen, behauptet der HIV-Experte Brian Williams. Die Kosten für Medikamente für die fast sechs Mio. HIV-positiven Patienten des Landes würden sich auf zwei bis drei Mrd. Dollar pro Jahr belaufen. Heute bekommen laut Williams nur 30 Prozent die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/viraceptpillen.jpg" rel="lightbox[1006]"><img class="size-medium wp-image-1007 alignleft" title="viraceptpillen" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/viraceptpillen-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Antiretrovirale Medikamente und allgemeine Tests könnten die Ausbreitung von Aids in Südafrika innerhalb von fünf Jahren stoppen, behauptet der HIV-Experte Brian Williams. Die Kosten für Medikamente für die fast sechs Mio. HIV-positiven Patienten des Landes würden sich auf zwei bis drei Mrd. Dollar pro Jahr belaufen. Heute bekommen laut Williams nur 30 Prozent die lebensrettenden Medikamente. Früherkennung und Behandlung würden auch die Übertragung verhindern.</strong></p>
<p>Diese Maßnahmen sollten ergänzend zu der Suche nach einem Impfstoff durchgeführt werden. Mit einem wirksamen Impfstoff sei in nächster Zukunft nicht zu rechnen. Williams, Mitarbeiter des South African Centre for Epidemiological Modelling and Analysis (<a title="Sacema" href="http://www0.sun.ac.za/sacema" target="_blank">Sacema</a>),  präsentierte seine Vorschläge auf der Jahreshauptversammlung der American Association for the Advancement of Science (<a title="AAAS" href="http://www.aaas.org" target="_blank">AAAS</a>) in San Diego.</p>
<p>Williams berichtete, dass derzeit weltweit rund 30 Mio. Menschen mit HIV infiziert sind, rund zwei Mio. sterben jedes Jahr. Die Tragödie bestehe darin, dass sich die Krankheit unvermindert ausbreite. Der einzige Erfolg bestehe derzeit in der Entwicklung von hochwirksamen Medikamenten. &#8220;Sie ermöglichen es den Patienten weiterzuleben und verringern die Viruslast um das bis zu 2.000-fache. So werden die Betroffenen fast nicht ansteckend.&#8221;<br />
Die rasche Erhöhung der Verschreibung einer antiretrovirale Therapie (ART) habe in den letzten Jahren die Erwartungen übertroffen. Sie habe jedoch die HIV-Übertragung und die damit in Zusammenhang stehenden Tuberkulose-Erkrankungen nicht verringert, da sie erst zu spät verabreicht wurden.</p>
<p>Williams argumentierte laut BBC, dass die Betroffenen zu Beginn der ART bereits alle jene angesteckt hätten, die sie ohnehin infiziert hätten. Die Medikamente seien eingesetzt worden, um Leben zu retten, aber nicht um die Infektion zu stoppen. Es sei Zeit, darüber hinaus zu gehen. Würden klinische Studien jetzt beginnen, könnten alle HIV-positiven Südafrikaner innerhalb von fünf Jahren mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden.</p>
<p>Erste Studien würden derzeit in Amerika, Kanada und afrikanischen Ländern südlich der Sahara beginnen. Er hoffe, in ein bis zwei Jahren über entsprechende Informationen verfügen zu können. Das<a title="niaid" href="http://www3.niaid.nih.gov" target="_blank"> National Institute of Allergy and Infectious Diseases</a> plant eine Studie in New York und Washington, in jenen Bezirken, die über eine ähnliche Infektionsrate haben wie bei den Epidemien in Afrika. (pte)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/antiretrovirale-therapie-kann-aids-ausbreitung-in-funf-jahren-stoppen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Uganda: Bitte um Unterstützung</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/uganda-bitte-um-unterstutzung/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/uganda-bitte-um-unterstutzung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 18:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=1001</guid>
		<description><![CDATA[
Homosexuellen in Uganda droht die Todesstrafe, wenn  eine zur Debatte stehende Gesetzesvorlage angenommen wird.
Ein internationaler Proteststurm hat den Präsidenten dazu bewegt, die Vorlage nochmals zu überprüfen zu lassen, meldet die Organisation Avaaz.  &#8220;Unsere ugandischen Verbündeten sagen, wenn es eine große Welle weltweiter Proteste gibt, begreift unsere Regierung, dass Uganda durch diese Gesetzesvorlage international isoliert wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></p>
<div id="attachment_1003" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/avaazScreenshot1.jpg" rel="lightbox[1001]"><img class="size-medium wp-image-1003" title="avaazScreenshot" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/avaazScreenshot1-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Screenshot www.avaaz.org</p></div>
<p>Homosexuellen in Uganda droht die Todesstrafe, wenn  eine zur Debatte stehende Gesetzesvorlage angenommen wird.</strong></p>
<p>Ein internationaler Proteststurm hat den Präsidenten dazu bewegt, die Vorlage nochmals zu überprüfen zu lassen, meldet die Organisation Avaaz.  &#8220;Unsere ugandischen Verbündeten sagen, wenn es eine große Welle weltweiter Proteste gibt, begreift unsere Regierung, dass Uganda durch diese Gesetzesvorlage international isoliert wird, und nimmt sie zurück.</p>
<p>Uns bleiben nur wenige Tage &#8211; unterzeichnen Sie die Petition gegen das Anti-Homosexuellen-Gesetz und laden Sie Freunde und Familie zum Unterzeichnen ein. Sie wird an Politiker in Uganda, Geberländer und an Botschaften in aller Welt übergeben.&#8221; ruft Avaaz auf seiner Website auf, wo die Petition zu finden ist.</p>
<p><a href="https://secure.avaaz.org/de/uganda_rights/" target="_blank">https://secure.avaaz.org/de/uganda_rights/</a></p>
<p>Der ostafrikanische Staat Uganda ist bereits heute einer der schlimmsten Verfolgerstaaten von sexuellen Minderheiten (LSBT). Mit dem Gesetzentwurf  droht eine Verschärfung des homophoben ugandischen Strafrechts, die die Arbeit von homosexuellen Menschenrechtsverteidigern kriminaliseren und zunichte machen würde, auch würde die HIV- und Aids-Präventionsarbeit massiv behindert.<br />
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung rief bereits im Dezember zu Spenden für die Freundinnen und Freunde von &#8220;Sexual Minorities Uganda (SMUG) auf. &#8220;Wir brauchen diese Unterstützung im Kampf gegen das drohende Anti Homosexualitätsgesetz, wir müssen aufklären und den Leuten klar machen, was uns hier droht, sollte das Gesetz in Kraft treten&#8221;, so der SMUG-Vorsitzende Frank Mugisha in einem Brief an die Stiftung.<br />
In dem Gesetzentwurf ist zudem vorgesehen, dass jeder sich strafbar macht und zu drei Jahren Haft verurteilt werden kann, der ihm bekannte Lesben und Schwule oder Verteidiger der Menschenrechte von sexuellen Minderheiten nicht anzeigt. &#8220;Schlimme Homosexualität&#8221; soll nach dem Gesetzentwurf gar mit dem Tod bestraft werden.<br />
Die 2004 in Kampala gegründete SMUG tritt ein für gleiche Rechte für alle Ugander unabhängig von Geschlecht oder sexueller Identität. Zudem will SMUG die Homophobie und antihomosexuelle Gewalt im Land sowie HIV und Aids bekämpfen. Zusammen mit lokalen und internationalen Partnerorganisationen will SMUG die Menschenrechte von LSBT in Uganda voranbringen. SMUG ist auch im internationalen NGO-Beirat der Hirschfeld-Eddy-Stiftung vertreten.</p>
<p>Weitere Informationen zur Arbeit von SMUG:<br />
<a href="http://hirschfeld-eddy-stiftung.de/index.php?id=118" target="_blank">http://hirschfeld-eddy-stiftung.de/index.php?id=118</a></p>
<p>Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung leitet Spenden eins zu eins nach Uganda weiter.<br />
Spenden sind steuerabzugsfähig, alle Spenderinnen und Spenden erhalten eine<br />
Spendenbescheinigung.</p>
<p>Spendenkonto:<br />
Hirschfeld-Eddy-Stiftung<br />
Konto 50 100 00<br />
Bank für Sozialwirtschaft<br />
BLZ / BIC: 370 205 00 / BFSWDE33<br />
IBAN: DE64370205000005010000<br />
Stichwort: Uganda</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/uganda-bitte-um-unterstutzung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Forschungserfolg: HIV-Integrase erstmals entschlüsselt</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/forschungserfolg-hiv-integrase-erstmals-entschlusselt/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/forschungserfolg-hiv-integrase-erstmals-entschlusselt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 16:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ufa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Integrase]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=925</guid>
		<description><![CDATA[Nach 20 Jahren Forschung ist es erstmals gelungen, die Struktur der Integrase, eines wichtigen Enzyms des AIDS-Virus, zu analysieren. 
 Dieses Enzym ist verantwortlich für den Transport von Virengenomen in die DNA der Wirtszelle; ohne Integrase ist also keine Vermehrung des Virus in der Wirtszelle möglich. Darauf bauen auch die sogenannten Integrasehemmer, die das Enzym [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_926" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/VirusbeimAustrittausLymphoz.jpg" rel="lightbox[925]"><img class="size-medium wp-image-926" title="VirusbeimAustrittausLymphoz" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/02/VirusbeimAustrittausLymphoz-300x265.jpg" alt="" width="300" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">HI-viren beim Austritt aus einem Lymphozyten (Bild: Meckes/Ottawa/eye of science/Agentur Focus)</p></div>
<p><strong>Nach 20 Jahren Forschung ist es erstmals gelungen, die Struktur der Integrase, eines wichtigen Enzyms des AIDS-Virus, zu analysieren. </strong></p>
<p><strong> </strong>Dieses Enzym ist verantwortlich für den Transport von Virengenomen in die DNA der Wirtszelle; ohne Integrase ist also keine Vermehrung des Virus in der Wirtszelle möglich. Darauf bauen auch die sogenannten Integrasehemmer, die das Enzym blockieren und damit die Vermehrung des Aids-Virus verhindern.<br />
Bislang wusste man allerdings nicht so genau, wie diese Blockade &#8220;funktioniert&#8221;, weil man die Struktur der Integrase nicht kannte.<br />
Mit einigen technischen Tricks und über den Umweg eines verwandten Enzyms ist es nun nach 40.000 Versuchen in vier Jahren gelungen, das Enzym zu kristallisieren und seine Struktur mithilfe von Röntgenstrahlung zu zeigen.<br />
Um nun die Arbeitsweise des Enzyms herauszufinden, analysierten die Forscher die Struktur nach dem jeweiligen Kontakt mit den  Integrasehemmern Raltegravir bzw. Elvitegravir und konnten so zeigen, wie die Medikamente an das Enzym andocken und es blockieren.<br />
Auf der Basis dieser Ergebnisse können nun hoffentlich Verbesserung von Integrasehemmern bewirkt werden, effektivere Medikamente entwickelt und Resistenzen vorgebeugt werden.</p>
<p><a href="http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/abs/nature08784.html" target="_blank">http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/abs/nature08784.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/02/forschungserfolg-hiv-integrase-erstmals-entschlusselt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Elektronische Gesundheitskarte: Experten warnen vor Hackerangriffen und Milliardenkosten</title>
		<link>http://www.hivnachrichten.de/2010/01/elektronische-gesundheitskarte-experten-warnen-vor-hackerangriffen-und-milliardenkosten/</link>
		<comments>http://www.hivnachrichten.de/2010/01/elektronische-gesundheitskarte-experten-warnen-vor-hackerangriffen-und-milliardenkosten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 17:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>editor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitskarte]]></category>
		<category><![CDATA[Patientendaten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hivnachrichten.de/?p=907</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Die elektronische Gesundheitskarte ist ein teures, überflüssiges bürokratisches Monster&#8221;, warnt der Arzneimittelexperte Professor Dr. rer. nat. Harald Schweim. Die Gesundheitskarte sei kein Fortschritt, sondern eine gigantische Geldverschwendung, kritisierte der frühere Leiter des Instituts für Arzneimittelsicherheit im Bundesministerium für Gesundheit bei einer Veranstaltung der bundesweiten Bürgerinitiative &#8221; Stoppt die e-Card&#8221; im Ärztehaus Hamburg. Auch weitere unabhängige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_908" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/01/TransparenzderAnderen.jpg" rel="lightbox[907]"><img class="size-medium wp-image-908" title="TransparenzderAnderen" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/01/TransparenzderAnderen-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Praxis-Plakat der Aktion &quot;Stoppt die e-card&quot;</p></div>
<p>&#8220;Die elektronische Gesundheitskarte ist ein teures, überflüssiges bürokratisches Monster&#8221;, warnt der Arzneimittelexperte Professor Dr. rer. nat. Harald Schweim. Die Gesundheitskarte sei kein Fortschritt, sondern eine gigantische Geldverschwendung, kritisierte der frühere Leiter des Instituts für Arzneimittelsicherheit im Bundesministerium für Gesundheit bei einer Veranstaltung der bundesweiten Bürgerinitiative &#8221; Stoppt die e-Card&#8221; im Ärztehaus Hamburg. Auch weitere unabhängige Wissenschaftler aus den Bereichen Datensicherheit und Gesundheitsversorgung sprachen sich gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in der geplanten Form aus.<br />
&#8220;Der Berg kreißte und gebar eine Maus&#8221;, sagt Schweim. Die neue Versichertenkarte könne nicht mehr als die alte und &#8220;alle Versprechungen über eine Verbesserung der Datenlage im Notfall mit denen der Patient gelockt werden soll, sind nur Makulatur und das Ganze für 4-10 Milliarden Euro, je nach Schätzung, die dem Gesundheitssystem für den medizinisch-therapeutischen Fortschritt entzogen werden&#8221;.<br />
In seiner jetzigen Form biete das System der elektronische Gesundheitskarte Hackern jede Menge Angriffpunkte, warnte Professor Hartmut Pohl auf der Veranstaltung. Der Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises Datensicherheit der Gesellschaft für Informatik sagte, seine Gesellschaft sei zwar eindeutig für die Chancen, die verstärkte Nutzung von Informationstechnologien im Gesundheitswesen biete. Sie fordere aber nachdrücklich &#8220;die Sachziele der Informationssicherheit im digitalisierten Gesundheitswesen zu berücksichtigen: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Verbindlichkeit mit Authentizität und Beherrschbarkeit&#8221;.<br />
Die Sicherheit sei aber bislang nicht garantiert: &#8220;Da die Patientenakten zumindest derzeit wegen ihrer Menge nicht auf der Gesundheitskarte der Patienten gespeichert werden können, müssen sie im Internet gespeichert werden. Eine sichere Speicherung im Internet ist aber trotz Verschlüsselung und Pseudonymisierung nicht möglich: Alle Computer, Server, Bridges, Switches etc. können erfolgreich angegriffen werden&#8221;, warnte der Datenschutzspezialist auf der Hamburger Podiumsdiskussion.<br />
&#8220;Der Rollout der Karte in der Testregion Nordrhein muss sofort gestoppt werden&#8221;, forderte Dr. Silke Lüder, Sprecherin der bundesweiten Bürgerinitiative aus 47 Verbänden aus allen Teilen der Gesellschaft. Die Stellungnahmen der unabhängigen Experten seien eine eindeutige Aufforderung an die neue Bundesregierung, die unsichere Gesundheitskarte sofort zu stoppen. &#8220;Alleine in 2009 wurden für dieses verfehlte Projekt 760 Millionen Euro an Versichertengeldern zur Verfügung gestellt. Das e-GK Projekt in der geplanten Form ist gescheitert und die neue Bundesregierung würde gut daran tun, hier im Interesse der Versicherten mutige Konsequenzen zu ziehen, fordert Lüder. Hamburg 12.12.2009<br />
<a href="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/01/e-CardLogo_s.jpg" rel="lightbox[907]"><img class="alignleft size-full wp-image-909" title="e-CardLogo_s" src="http://www.hivnachrichten.de/wp-content/uploads/2010/01/e-CardLogo_s.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Die Aktion &#8220;<a href="http://www.stoppt-die-e-card.de" target="_blank">Stoppt die e-Card</a>&#8221; wird getragen von der &#8220;Freien Ärzteschaft&#8221;, IPPNW, &#8220;Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung&#8221;, Chaos Computer Club, NAV Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe, Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen (BAGP) und 40 weiteren Organisationen (ots)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hivnachrichten.de/2010/01/elektronische-gesundheitskarte-experten-warnen-vor-hackerangriffen-und-milliardenkosten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
