Bis 2015: Babys ohne HIV!

1. Dezember 2011 | Von editor | Kategorie: Aktion

Jedes Jahr infizieren sich weltweit 390.000 Neugeborene durch die Übertragung des HI-Virus der eigenen Mutter. Erhält eine HIV-positive Frau vor und während der Geburt des Kindes sowie für die Stillzeit anti-retrovirale Medikamente, kann das Ansteckungsrisiko auch in benachteiligten Ländern auf unter 5 % gesenkt werden. Gleichzeitig muss der Zugang zu Prävention, Behandlung und Unterstützung für alle, die ihn benötigen, gesichert werden.

Mehrere Mitglieder des Deutschen Bundestags, darunter die Ausschussvorsitzenden Dagmar Wöhrl und Tom Koenigs sowie der Unterausschussvorsitzende Uwe Kekeritz haben zum Welt-Aids-Tag vor dem Reichstag gemeinsam ein Transparent gehalten mit der Forderung “Bis 2015: Babys ohne HIV!”. Sie unterstützen damit die Kampagne “In 9 Monaten.de” des AKTIONSBÜNDNIS GEGEN AIDS mit dem Ziel, bis 2015 auch in benachteiligten Ländern die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind zu stoppen.

“Die Bundesregierung ist in den letzten Jahren zwar mehrere  internationale Verpflichtungen eingegangen, die dazu beitragen  können, die Mutter-Kind-Übertragung zu stoppen. Bis heute wurden  diese allerdings nicht adäquat eingelöst”, so Astrid Berner-Rodoreda, Sprecherin des AKTIONSBÜNDNIS GEGEN AIDS. Neben dem universellen  Zugang zu HIV-Prävention und Behandlung für alle bedürftigen  Menschen, hat Deutschland zuletzt im Juni 2011 als Mitglied der  Vereinten Nationen das explizite Ziel beschlossen, die Mutter-Kind-  Übertragung bis 2015 zu eliminieren. “Die Bundesregierung muss ihr Versprechen endlich einlösen und verstärkt globale Verantwortung zeigen.” Dazu gehöre auch, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Malaria und Tuberkulose konsequent zu unterstützen, denn dieser  ist eines der wichtigsten Instrumente, um den universellen Zugang zu erreichen und so auch die HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind zu eliminieren.

Tags:

.