Obama hebt Einreiseverbot für HIV-Positive auf
2. November 2009 | Von ufa | Kategorie: Allgemeines, Politik + Gesellschaft
US-Präsident Barack Obama kündigte Ende Oktober in einer kurzen Rede an, das nun schon seit 22 Jahren bestehende Einreiseverbot zu Beginn des Jahres 2010 aufzuheben.
“Im Kampf gegen die weltweite Aids-Pandemie sind wir weltweit führend, aber wir gehören noch immer zu den wenigen Staaten, der Menschen mit HIV die Einreise verwehrt”, teilte der US-Präsident mit. “Wenn wir weltweit führend sein wollen, müssen wir uns auch so verhalten.” Das Verbot habe “mit Angst zu tun, nicht mit Fakten. Wir wollen die Menschen ermutigen, sich testen und entsprechend behandeln zu lassen.” Die Aufhebung des Verbotes sei ein weiterer Schritt, Familien zusammenzuführen und Leben zu retten.
Das Verbot, das seit 1987 besteht, hinderte Tausende von Studenten, Touristen und Flüchtlingen an einer Einreise und verkomplizierte die Adoption von HIV-positiven Kindern. Seit 1993 wurde keine internationale AIDS-Konferenz in den USA veranstaltet, da HIV-positiven Aktivisten und Forschern die Einreise verwehrt worden wäre.
Die politischen Bemühungen, das Verbot aufzuheben, hatten bereits 2008 gegen Ende der Regierungszeit George W. Bushs begonnen.